Titelbild des Ratgebers: schnelle Website

Eine schnelle Website bringt Ihnen Kunden, weil die meisten nicht warten. Wer am Handy auf einer Seite landet, die nicht in wenigen Sekunden etwas zeigt, tippt auf „Zurück" und probiert den nächsten Treffer. Sie sehen das in keiner Statistik. Es fehlen einfach Anfragen, die nie angekommen sind.

Google nennt für die Ladezeit des sichtbaren Hauptinhalts höchstens 2,5 Sekunden als „gut", für die Reaktion auf Tippen und Klicken höchstens 200 Millisekunden und für springende Layouts einen Wert von höchstens 0,1. Gemessen wird bei drei von vier Besuchern, getrennt nach Handy und Computer (web.dev). Diese drei Werte heißen Core Web Vitals und fließen in die Bewertung der Seite ein.

Was eine schnelle Website mit Ihrem Umsatz zu tun hat

Eine Studie im Auftrag von Google, die Deloitte mit 37 großen europäischen und amerikanischen Marken und mehr als 30 Millionen Besuchen durchgeführt hat, kam zu einem klaren Ergebnis. Wurden die Seiten auf dem Handy nur um eine Zehntelsekunde schneller, stieg die Conversion-Rate im Einzelhandel um 8,4 Prozent. In der Reisebranche waren es 10,1 Prozent (web.dev).

Ehrlich gesagt: Ein Friseursalon in Essen ist kein Onlineshop mit Millionen Besuchern, und diese Zahlen lassen sich nicht eins zu eins übertragen. Die Richtung stimmt aber. Wer wartet, geht, und bei kleinen Betrieben geht es meist um einen Anruf oder eine Anfrage, die man nicht bekommt.

So messen Sie Ihre Seite

Ob Sie eine schnelle Website haben, sehen Sie in einer Minute. Gehen Sie auf PageSpeed Insights, tragen Sie Ihre Adresse ein und warten Sie ein paar Sekunden. Sie bekommen zwei Registerkarten, „Mobil" und „Computer". Schauen Sie zuerst auf „Mobil", denn dort sind die meisten Besucher und dort sind die Werte schlechter.

Die große Zahl oben ist der Gesamtwert. Wichtiger sind die Einzelwerte darunter, vor allem LCP (wann erscheint der Hauptinhalt?) und die Liste der „Empfehlungen". Dort steht oft ziemlich genau, was bremst. Messen Sie ein paar Mal, die Werte schwanken.

Die drei häufigsten Bremsen für eine schnelle Website

1. Zu große Bilder. Ein Foto direkt aus der Kamera hat leicht fünf Megabyte. Auf dem Handy reichen meist 100 bis 300 Kilobyte. Verkleinern Sie Bilder vor dem Hochladen auf die Größe, in der sie angezeigt werden, und speichern Sie sie als WebP oder als gut komprimiertes JPEG. Das bringt oft mehr als jede Technik-Einstellung.

2. Zu viele Skripte und Plugins. Jedes Plugin lädt etwas nach, manche auf jeder Seite, auch dort, wo sie nichts tun. Kontaktformular, Cookie-Banner, Slider, Social-Media-Feeds, Chat-Widget: Das summiert sich. Bei uns war der Cookie-Banner der größte Einzelposten. Nach unseren Messungen kostete er etwa 15 bis 19 Punkte. Seit wir ihn entfernt haben, lädt die Seite nichts mehr von Dritten, nur noch von der eigenen Domain. Das heißt nicht, dass jedes Plugin schlecht ist. Es heißt, dass man einmal nachsehen sollte, was wirklich gebraucht wird.

3. Schriften und Server. Jede Schriftart und jeder Schriftschnitt ist eine Datei. Wir laden von Inter nur die Schnitte 400 bis 700 und von Sora drei Stärken, alles vom eigenen Server. Dazu kommt ein vernünftiges Caching: Dateien, die sich selten ändern, speichert der Browser des Besuchers für lange Zeit. Bei uns sind das für Bilder, Schriften und Skripte ein Jahr. Und die Basis muss stimmen: ein aktueller PHP-Stand (mehr dazu im Beitrag zur Website-Wartung), ausreichend Arbeitsspeicher für WordPress und ein Hoster, der nicht Hunderte Seiten auf einen Rechner presst.

Wo wir mit unserer Seite stehen

Zum Stand 4. Oktober lag unsere Startseite im PageSpeed-Test auf dem Computer bei 100 von 100 Punkten, mobil bei 94. Eine schnelle Website ist keine Magie. Es kam durch viele kleine Entscheidungen zusammen: Schriften lokal, Cookie-Banner raus, Elementor-Dateien als eigene Dateien, ordentliche Cache-Einstellungen. Wir haben dafür rund 18 Stunden investiert, und das Ergebnis hält.

Was Sie als Erstes tun können

Machen Sie einen Test auf PageSpeed Insights und notieren Sie die Zahl für „Mobil". Sehen Sie dann bei den Empfehlungen nach, ob „Bilder richtig dimensionieren" oder „Bilder in modernen Formaten bereitstellen" dabei ist. Das lässt sich oft in einer Stunde beheben. Liegt der Wert dauerhaft unter 50, lohnt sich ein Blick von außen. Dann sehen wir uns die Seite gern gemeinsam mit Ihnen an, schreiben Sie uns einfach.

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